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Minze

Die Minze ist schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Vor allem die Pfefferminze (Mentha x piperita), welche als Kreuzung der Formen Mentha spicata und Mentha aquatica entstand, findet sich in zahlreichen Produkten und Präparaten. Aufgrund des wachsenden Interesses an Heilmitteln aus der Natur erhält die Minze seit Kurzem wieder mehr Aufmerksamkeit. Ihre Wirkung als Heilpflanze wird gerne in Form von Tees genutzt und das ätherische Minz-Öl zählt zu den beliebtesten natürlichen Mitteln gegen Erkältungsbeschwerden. Doch Gewächse aus der Familie der Minzen können noch weitere positive Eigenschaften vorweisen.

Die Minzen – Arten, Sorten und Vorkommen

Die Pflanzengattung der Minzen zählt zur Familie der Lippenblütler und beschreibt etwa 30 Arten, von denen die meisten in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel zu finden sind. Sie gedeihen vorrangig auf feuchten Böden. 
Als mehrjährige, krautige Gewächse wachsen sie aufrecht bis niederliegend und bilden unterirdische Rhizome oder Ausläufer. Die verschiedenen Arten der Minzen kreuzen sich auf natürliche Weise untereinander und bilden so Hybriden. 
Zu den gängigsten Arten zählen:

  • die Wasserminze (Mentha aquatica)
  • die Acker-Minze (Mentha arvensis)
  • die Grüne Minze (Mentha spicata)
  • die Rossminze (Mentha longifolia)
  • die Polei-Minze ( Mentha polegium)
  • die Pfefferminze (Mentha x piperita)
  • die Nanaminzen                              

In der Naturheilkunde spielen jedoch vorrangig die Arten Mentha x piperita, Mentha aquatica, Mentha polegium und Mentha longifolia eine gewichtige Rolle.

Minzen und ihre heilende Wirkung

1. Mentha x piperita – Pfefferminze

Die Pfefferminze stellt die am häufigsten verwendete Art der Minzen dar. Sie ist Bestandteil von Tees und Körperpflegeprodukten, von Süßigkeiten und Kaugummis. 
Mentha x piperita kann unkompliziert in heimischen Gärten angepflanzt werden. Ihr hoher Anteil an Menthol verleiht dem krautigen Gewächs den typischen, scharfen Geschmack. 
Mentha x piperita wird vor allem bei diversen Erkältungserscheinungen wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen verwendet. Sie wirkt antibakteriell, keimtötend und entzündungshemmend. Zur Behandlung von Verdauungsstörungen eignet sich die Pflanze ebenfalls, da sie über krampflösende, galletreibende und beruhigende Eigenschaften verfügt. 
Zu den relevanten Inhaltsstoffen zählen ätherische Öle wie Menthol, Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Enzyme. 
Für natürliche Heilmittel werden die Blätter des Gewächses verwendet. Auch das Öl der Pfefferminze wird häufig genutzt. 
Aus den Blättern der Pfefferminze kann ein Aufgussgetränk hergestellt werden. Das Minz-Öl dient zur äußerlichen Anwendung bei Erkältungsbeschwerden, es wird in die Haut eingerieben oder auch inhaliert.

2. Mentha aquatica – Wasserminze, Bachminze

Die Wasserminze weist einen milderen Geschmack als die Pfefferminze auf, sie enthält weniger Menthol und wird vor allem gegen Verdauungsbeschwerden, Magenkrämpfe und Brechreiz eingesetzt. Sie wirkt verdauungsfördernd und blähungstreibend, krampflösend und regt den Gallenfluss an. Als natürliches Heilmittel wird die Wasserminze überwiegend in Form von Tees eingesetzt. Die Pflanze wächst in weiten Teilen Europas sowie auf dem afrikanischen Kontinent. Ist ein Teich vorhanden, kann das Gewächs auch im heimischen Garten angepflanzt werden.

3. Mentha longifolia - Rossminze

Die wild wachsende Rossminze weist einen leicht modrigen Geruch auf. Sie hilft bei leichten Verdauungsstörungen und Kopfschmerzen. Die Rossminze wirkt schmerzstillend sowie kühlend, äußerlich wird sie auch gegen juckende und schmerzende Insektenstiche eingesetzt. 
Mentha longifolia kann über einen Meter groß werden und bevorzugt stickstoffreiche Böden. In Gärten sollte sie sonnig bis halbschattig stehen. Die Rossminze ist ungiftig und eignet sich daher bestens als Arzneipflanze.

4. Mentha pulegium – Polei-Minze

Das Aroma der Polei-Minze ist dem der Pfefferminze ähnlich. Mentha pulegium wird bei Menstruationsbeschwerden und Verdauungsstörungen verwendet. Sie wirkt schweißbildend, verdauungsfördernd und adstringierend. Da diese Minzart toxische Eigenschaften aufgrund des Pulegon-Gehalts aufweist, empfiehlt sich eine äußerliche Anwendung mit besonderer Vorsicht. Die Polei-Minze dient als wirkungsvolles Abwehrmittel gegen diverse Insekten. 
Menthum polegium zählt zu den stark gefährdeten Pflanzenarten.
In der Homöopathie findet das Gewächs mäßige Verwendung, zur Selbstmedikation ist diese Arte weniger geeignet. Es empfiehlt sich, auf andere Minz-Arten zurückzugreifen, welche keine toxischen Eigenschaften aufweisen.

Einige Minz-Arten wie die bekannte Kreuzung „Pfefferminze“ finden häufig im Alltag Verwendung in Form von Kräutertees oder Ölen. Sie können in Maßen regelmäßig genossen werden und ein Anbau im heimischen Garten ist möglich. Zu den häufigsten Anwendungsgebieten gehören Erkältungskrankheiten und Verdauungsbeschwerden. Giftige Minz-Arten wie die Polei-Minze eignen sich weniger gut als natürliches Heilmittel und sollten besonders in Haushalten mit kleineren Kindern nicht im Garten angepflanzt werden.

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