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Juniperus communis Samen, Gemeiner Wacholder

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Juniperus communis Samen, Gemeiner Wacholder


Juniperus communis gehört zur Familie der Cupressaceae, den Zypressengewächsen. J. communis ist besser als gemeiner Wachholder genannt. Neben diesem Namen soll er noch 150 weiterer Trivialnamen haben, darunter Räucherstrauch, Machandel, Knirk, Feuerbaum, Jochandel und viele weitere. Im nördlichen Teil der gemäßigten Zone ist der gemeine Wachholder weit verbreitet und charakteristisch für die Trocken- und Magerrasen und gehört zum Landschaftsbild der Schwäbischen Alb.
Der Wacholder wächst als Strauch und wird bis zu 12 m hoch. Seine Borke ist grau bis rotbraun. Die Blätter des Wacholders sind blau grüne Nadeln, sie stehen immer zu dritt in Quirlen und werden bis zu 2 cm lang. Sie sind spitz und stechend. Dies dient als Fraßschutz. Aus diesem Grund können Wacholderheiden auch beweidet werden, ohne, dass eine Wacholderpopulation darunter leidet.
Der Wacholder ist zweihäusig d.h. man benötigt immer einen männlichen und einen weiblichen Wacholderstrauch zur Reproduktion. Die männlichen Blütenstände sind gelb und eiförmig. Sie werden ca. 5 mm lang. Die weiblichen Blüten hingegen sind grün und unscheinbar.
Die Frucht des Wacholders wird gerne als Beerenzapfen bezeichnet. Sie braucht recht lange um zu reifen. Zuerst ist sie grünlich und nimmt mit der Reife, die erst nach 3 Jahren vollendet ist, eine dunkelblaue bis fast schwarze Färbung an. Die reife Frucht kann gegessen werden. Die Samen des Wacholders sind ca. 5 mm lang und sehr hart.
Der gemeine Wachholder kann auf vielfache Weise genutzt werden. Aus dem Holz lassen sich Spazierstöcke und Möbel anfertigen. In der Bauernküche wurde der Wachholder als Gewürz verwendet, oder als Räuchermittel um Wurst und Fleisch zu räuchern. Außerdem kann aus den Beeren der Wacholderschnaps hergestellt werden.
Es ranken sich auch einige Mythen um den Wacholder. Durch anzünden eines Wachholderzweiges sollten z.B. böse Hexen und Dämonen vertreiben werden. Allgemein galt der Wacholder früher vor allem bei den Römern als Lebensbaum und war ein Zeichen für Fruchtbarkeit. In Österreich steckte man sich vor einer langen, anstrengenden Wanderung einen Wachholderzweig an den Hut, um Müdigkeit und Verletzungen vorzubeugen.
In der Medizin wird der Wacholder als harntreibendes und entwässerndes Mittel eingesetzt. Er sollte aber von schwangeren Frauen und Menschen mit Nierenproblemen nicht genutzt werden, da es zu Nierenreizung kommen kann.


Kultivierung

Zuerst muss man die Samen aus der Beere befreien. Eine Beere enthält 3 Samen.

Das Saatgut von J. communis benötigt eine Stratifikation um keimfähig zu werden: Den besten Keimerfolg erzielt man, wenn man die Samen zuerst, vermischt mit feuchtem Substrat, einer kurzen warmen Stratifikation von etwa 2 Wochen bei 15°C unterzieht. Danach sollten man sie für etwa 3 Monate im den Kühlschrank lagern, in einem verschlossenen Behältniss, damit das Substrat nicht austrocknet. Nach dieser Kältebehandlung können die Samen normal gepflanzt werden. J. communis wächst auf nährstoffarmen Böden und benötigt sehr viel Licht. Der gemeine Wachholder ist winterhart. In schneereichen Gebieten sollte man den gemeinen Wachholder vor Winterbeginn zusammenschnüren, sodass der Schnee die Äste nicht umknicken kann. Die Äste richten sich nur sehr langsam wieder auf, wenn sie einmal niedergedrückt waren.
Am gemeinen Wacholder kann man sich lange erfreuen, er kann ein stolzes Alter von bis zu 800 Jahren erreichen.

Zusatzinformation

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Farbvariante Nein
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