Thymus vulgaris, Thymian

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Gartenthymian Saatgut

 

Als wichtige Heil- und Gewürzpflanze ist der echte Thymian (Thymus vulgaris) bekannt und wird auch Kuttelkraut, Gartenthymian oder Römischer Quendel genannt. Er stammt ursprünglich aus dem westlichen europäischen Mittelmeerraum. Heute wächst er noch wild im Südwesten der Schweiz und am südlichen Fuße der Alpen. Dort gedeiht er am besten auf trockenen, sonnenlichtreichen, flachen und steinigen Boden mit mäßig bis hohem Kalkanteil. Der echte Thymian wächst als Halbstrauch, das heißt, dass er eine Höhe von nur zehn bis maximal vierzig Zentimeter erreicht. Die Zweige sind verholzt und vierkantig, an ihnen wachsen kleine kurzstielige Blätter. Diese haben eine graugrün gefärbte Oberseite und die Unterseite der Blätter ist wie bei den Zweigen filzig grauweiß behaart. Die Blätter sind gegenständig an den Zweigen angeordnet und haben eine schmale elliptische Form mit zurückgerollten Rändern. Die kleinen hellviolett bis rosa farbigen Blüten sind in Scheinquirlen angeordnet und können von Mai bis Oktober bewundert werden.

Auch im Garten oder auf dem Balkon und sogar als Zimmerpflanze kann Thymian angebaut werden. Wichtig ist hier jedoch, dass er nicht zusammen mit Majoran eingepflanzt wird, da sich diese beiden Arten nicht gut vertragen! Bei der Wahl des Standortes sollte auf genügend Sonnenlicht und viel Wärme geachtet werden. Zu schwere und verdichtete Böden bekommen dem Thymian nicht, ein mit Sand oder kalkigen Kieseln aufgelockerter Boden wäre hier wünschenswert. Thymian sollte auch ab Juli nicht mehr gedüngt werden, damit die Triebe richtig ausreifen können. Weiter sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Staunässe bildet, da diese Pflanze sonst schnell für Grauschimmel anfällig werden kann. Bekannt ist der römische Quendel schon in der Antike und im alten Rom gewesen, wo er als entzündungshemmend und schmerzstillend beschrieben wurde. In den römischen Tempeln wurde er neben Weihrauch zur Weihe genutzt und die Ägypter verwendeten Thymian zur Balsamierung der Pharaonen. Im Mittelalter versprach ein Geschenk mit Thymianblättern seinem Träger Mut und Tapferkeit und oftmals legte man neben sein Bett ein kleines Stoffsäckchen mit Thymian, welches vor Albträumen und bösen Geistern schützen sollte. Auch wird er später in den Schriften von Hildegard von Bingen beschrieben. Auch heute gilt er als geradezu universell einsetzbares Heilmittel, wobei der Thymian als Sud, Extrakt oder ätherisches Öl Anwendung findet. Durch seine heilenden Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und ätherische Öle wie Thymol, Borneol, Carvacol und Cymol wirkt er antibakteriell und antiviral. Durch seine auswurffördernden und krampflösenden Eigenschaften wird er bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis und Keuchhusten eingesetzt. Auch bei Grippe, Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Rheuma und Entzündungen der Harnwege und Mundschleimhaut lindert und heilt Thymian die Beschwerden. Auch als Gewürzpflanze ist der Thymian beliebt. An Suppen, Eintöpfe, Fisch- oder Fleischgerichte gegeben, entfaltet er sein volles Aroma. Werden die Blätter vor Gebrauch getrocknet, wird das Aroma später beim Kochen noch intensiver.

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