Eutrema japonicum, Wasabi Samen

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Japanischer Wasabi Samen, Eutrema japonicum

Eutrema japonicum gehört zur Familie der Brassicaceae, den Kreuzblütengewächsen. Wie der Artname japonicum schon verrät, stammt Eutrema japonicum ursprünglich aus Japan. Dort wächst er bevorzugt an halbschattigen, sumpfigen Standorten in der Nähe von Gewässern.

Hierzulande ist Eutrema japonicum besser als Wasabi oder japanischer Meerrettich bekannt. Eutrema japonicum wächst als krautige Pflanze und erreicht im Schnitt eine Höhe von etwa 60cm. Wasabi ist mehrjährig. Die Blätter von Eutrema japonicum besitzen einen bis zu 20 cm langen Blattstiel und wachsen in einer grundständigen Rosette. Sie erreichen eine maximale Länge von 15 cm, bei einer Breite von etwa 18 cm. Die Blätter sind tiefgrün und herzförmig. Der Blattrand ist gezähnt. Die zwittrigen Blüten des Wasabi stehen an einem Stängel, deutlich über dem Blattwerk, in Infloreszenzen zusammen. Sie bestehen aus vier weißen Kronblättern. Auch die Staubblätter sind weiß.

Die Blütezeit erstreckt sich von März bis Mai. Im Juni folgen die Früchte des Wasabi, die etwa 2 cm langen Schoten. Sie enthalten die nur wenig Millimeter großen Samen. Die Wurzel des Wasabi ist ein senkrecht nach unten wachsendes, fleischiges, grünes Rhizom. Es erreicht einen Durchmesser von bis zu 5 cm und eine Länge von bis zu 30 cm. Das Rhizom wird in der Küche verwendet und kann erstmals nach etwa 1,5 bis 3 Jahren geerntet werden.

Die frischen Wurzeln sind in Deutschland nur selten zu erwerben und wenn dann nur sehr teuer. 1 kg Wasabi wird für ca. 100 bis 200 Euro gehandelt. Was wir als vermeintlichen Wasabi konsumieren, ist meist eingefärbter Meerrettich.

 

Eutrema japonicum in der Küche

In der japanischen Küche wird das Rhizom des Wasabi vor dem Verzehr frisch gerieben. Früher mit Hilfe von Haifischhaut, heute mit Metallreiben. Nach dem Reiben muss der Wasabi zügig verzehrt werden, da er bereits nach einer halben Stunde stark an Aroma einbüßt. Auch aus den Blättern des Eutrema japonicum kann eine Paste hergestellt werden, die milder ist als die Paste aus dem Rhizom. Dazu werden die Blätter püriert und mit Reisessig und Salz verfeinert.

 

Anzucht von Wasabi Samen, Eutrema japonicum

Die Anzucht von Wasabi ist nicht ganz einfach. Selbst Japan muss Wasabi importieren, da sie ihren eigenen Bedarf mit ihrem Anbau nicht decken können. Die Samen des Wasabi keimen nur, wenn sie eine Kälteperiode durchlebt haben. Frisch geerntete Samen keimen nicht. Diese sogenannte Stratifizierung kann im Kühlschrank imitiert werden. Hier sollten sie für etwa 60 bis 90 Tage lagern. Die Samen von Eutrema japonicum sollten dann unmittelbar vor dem Einpflanzen in Wasser eingeweicht werden. Die Samen können danach nur leicht in die Erde gedrückt werden. Die Samen von Eutrema japonicum müssen dann stets feucht gehalten werden. Das erreicht man am besten durch ansprühen. So imitiert man die gelegentlichen Wasserspritzer, die an Bächen oder Flüssen den Wasabi in seinem natürlichen Lebensraum feucht halten. Auf keinen Fall die Erde komplett durchnässen.

Die Wohlfühltemperatur der Wasabi Pflanze liegt zwischen 8°C und 20°C. Die Umgebungstemperatur sollte von dieser Temperaturspanne nicht abweichen. Der Standort sollte zudem schattig und feucht gewählt werden. Staunässe sollte vermieden werden. das Wasser sollte zügig abfließen können und die Erde nur feucht halten. Wer einen Bachlauf oder Teich im Garten hat, kann Wasabi dort anpflanzen. Das kommt seinem natürlichen Lebensraum am nächsten. Die weitere Vermehrung kann dann auch über Rhizomteilung stattfinden.

Nachtrag: Ein eigenes Experiment mit Gibberellinsäure hat am 20.11. eine etwa 30%ige Keimrate innerhalb von nur 3 Tagen ergeben. Hierbei wurde 0,1g GA3 in wenigen Millilitern reinem Alkohol bzw. Spiritus aufgelöst und anschließend mit 100ml Wasser aufgefüllt. Das Saatgut wurde in diese Lösung eingebracht und bei ca 15°C stehen gelassen. Bei der ersten Kontrolle nach 3 Tagen hat bei einigen Samen bereits die Keimung eingesetzt. An diesem Tag habe ich dann das Wasser gewechselt, gegen frisches Leitungswasser. Die Samen sind jetzt noch immer im Glas, ich fische lediglich die keimenden Samen heraus und wechsle täglich das Wasser.

Einen guten Artikel der Washington State University zum Thema Wasabi Anbau finden Sie hier (Englisch):
https://s3.wp.wsu.edu/uploads/sites/2071/2014/04/Wasabi-in-Pacific-NW-pnw0605.pdf

 

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