Da die Aussaat von Lichtkeimern doch immer wieder Fragen und Probleme aufwirft, haben wir uns entschlossen, diesem Thema einen eigenen Artikel zu widmen und das Vorgehen genauer erläutern.

 

Was genau sind Lichtkeimer und welche Arten zählen dazu?

Als Lichtkeimer wird Saatgut bezeichnet, welches zur Keimung direktes Licht benötigt und daher nicht mit Erde abgedeckt und somit verdunkelt werden darf. Bambussamen, Kakteen und Blauglockenbäume zählen zu den typischen Lichtkeimern, desweiteren eigentlich jegliches Saatgut welches sehr sehr fein ist, also etwa 1mm oder kleiner.

 

Aussaat von Lichtkeimern:

Wie bereits gesagt darf dieses Saatgut nicht mit Erde bedeckt werden. Man streut es lediglich auf die Oberfläche des Substrats, drückt es etwas an und hält es konstant feucht. Was regelmäßig Probleme bereitet, ist das schnelle Abtrocknen der Oberfläche, was schnell die ganze Saat zerstört, nachdem dieses einmal feucht war. Um also eine gute Keimrate zu erzielen, muss das Austrocknen vermieden werden. Abhilfe schafft hier beispielsweise das Abdecken mit transparenter Folie, einer Glasplatte oder einfach einer durchsichtigen Plastiktüte welche über das Aussaatgefäß gestülpt wird. Ich persönlich verwende gerne Kunststoffdosen mit Deckel. Hierdurch erschafft man eine Art Treibhausklima und verhindert die Verdunstung. Läuft jedoch Gefahr, das ganze zu feucht zu halten, was zu Schimmelbefall führen kann. Man sollte somit regelmäßig lüften. Wenn sich mehr wie nur ein kleines bisschen Kondenswasser an der Abdeckung anhaftet, ist das ein Zeichen von zuviel Feuchtigkeit. In diesem Fall einfach einen Tag unbedeckt stehen lassen.

Als Aussaatsubstrat bevorzuge ich fast immer Cocohum, da dieses Substrat nahezu immun gegen Schimmel und andere Pilze ist, es hervorragend Wasser speichert und immer locker bleibt und somit auch das spätere Pikieren einfach macht.

anzucht von lichtkeimern

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