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Hyoscyamus niger Samen, Schwarzes Bilsenkraut

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Hyoscyamus niger Samen - Schwarzes Bilsenkraut


Hyoscyamus niger gehört zur Familie der Solanaceae, den Nachtschattengewächsen. H. niger ist in ganz Europa und Asien verbreitet. Dort wächst es vor allem z.B. auf brachliegenden Flächen, Schutthalden und am Rande von Schotterwegen. Das schwarze Bilsenkraut wird im Volksmund auch Hexenkraut genannt oder wegen des üblen Geruchs der Blüte Saukraut.
Das Bilsenkraut ist eine krautige, ein- bis zweijährige Pflanze. Sie wird ca. 20 bis 80 cm hoch, selten erreicht sie Höhen von bis zu 170 cm. Der Spross sowie die Blätter sind fein behaart. Die Blätter sind länglich bis eiförmig und am Rand gezähnt. Die unteren Blätter sind stängelumfassend, die oberen weisen kurze Stiele auf. Sie stehen wechselständig am Spross.
Die Blüte ist gelblich bis ockerfarben und im Zentrum tiefviolett. Die komplette Blüte ist von einer violetten Aderung überzogen. Sie wird etwa 2 bis 3 cm breit und besteht zumeist aus fünf Blütenblättern. H. niger wird Hyoscyamus niger Schwarzes Bilsenkrautwahrscheinlich von Hummeln bestäubt, aber auch von Schmeißfliegen, die die Farbe der Blüte in Kombination mit dem nicht sehr angenehmen Duft attraktiv finden. Die Frucht ist eine Deckkapsel, sie enthält bis zu 400 Samen. Der Kelch vergrößert sich, wenn die Frucht reif ist, damit mehr Angriffsfläche für den Wind vorhanden ist. So kann das Saatgut effektiver verteilt werden. Die Samen sind sehr lange keimfähig. Nach hunderten von Jahren Lagerung steckt noch Leben in ihnen. Sie sind schwarz. Die Samen des Bilsenkrauts sind neben der Wurzel die giftigsten Teile der Pflanze. Aber natürlich sind auch alle anderen Pflanzenteile hochgiftig. Man sollte sie unbedingt vor Kindern fern halten. Hyoscyamus niger enthält vor allem Atropin und Scopolamin, aber auch noch zahlreiche andere Alkaloide.
Früher wurde dem Bier leichtsinnig ein Extrakt aus Bilsenkraut zugesetzt. In den Geschichtsbüchern wird behauptet, dass in der Stadt Pilsen in Tschechien, die berühmt für das Pilsener Bier ist sehr viel H. niger angebaut wurde. H. niger verstärkte den Effekt des Alkohols. Mit dem Reinheitsgebot und der Erkenntnis, dass die Grenze zwischen berauschender und tödlicher Wirkung sehr schmal ist, wurde dies allerdings verboten.
Die Inhaltsstoffe von H. niger lösen das sogenannte anticholinerge Syndrom aus, das heißt die vergiftete Person bekommt rote Haut, die Schweißbildung geht zurück, der Mund wird trocken, Halluzinationen treten auf und letztlich kommt es zu Herzrhythmusstörungen und schließlich zum Tod durch Atemlähmung. Da H. niger Bestandteil der Hexensalben war, geht man davon aus, dass die „Hexen“ meinten fliegen zu können und dann als Hexen verbrannt wurden, wenn sie diese Kuriosität kundtaten.
Wie bei jedem noch so potenten Gift gilt natürlich, die Dosis macht das Gift, daher wir H. niger auch heute noch in der Homöopathie verwendet und hier gegen Asthma, chronische Bronchitis, festsitzenden Reizhusten und Krampfzuständen verwendet Von Selbstmedikation ist aber dringend abzuraten, da verschiedene Pflanzen von H. niger unterschiedliche Alkaloidgehalte aufweisen können und so die toxische Wirkung nur schwer abzuschätzen ist.



Kultivierung aus Samen
Die Samen von H. niger auf das Substrat ausbringen und lediglich leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken. H. niger bevorzugt ein sehr stickstoffreiches Substrat. Die Keimrate dieser Art ist oft unregelmäßig, da unter anderem die sehr harte Samenschale oftmals probleme bereitet. Ausserdem benötigt auch dieses Saatgut eine kalte Jahreszeit (Stratifikation) um die Keimung einzuleiten. Man kann die Samen entweder im Sommer / Herbst direkt ins Freiland aussäen und dann, nachdem es den Winter über im Boden war, wird es im Frühjahr anfangen zu keimen. Alternativ kann man den Winter auch simulieren, indem man das Saatgut für einige Wochen im Kühlschrank lagert, aufgestreut auf feuchtes Substrat. Um die harte Schale etwas aufzuweichen empfiehlt es sich, das Saatgut vorher für 24 Stunden in lauwarmem Wasser einzuweichen. Bei einer Temperatur von 20°C und konstanter Feuchtigkeit erfolgt die Keimung des Bilsenkrauts aus den Samen. Die Pflanze bevorzugt einen Kargen Boden und schattigen bis halbschattigen Standort

Zusatzinformation

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Farbvariante Nein
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